So bringen Sie Ihrem Kind gesundes Essen nahe
Mit gutem Beispiel vorangehen
Achten Sie auf Ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten, denn Kinder lernen von Erwachsenen! Wenn die Eltern gerne „Gesundes“ essen, dann sind auch ihre Kinder eher dazu bereit.
Gemeinsam Essen
Alleine essen ist langweilig! Viele Kinder werden dadurch verleitet, neben dem Essen einer anderen Beschäftigung wie Lesen oder Fernsehen nachzugehen. Ganz nebenbei und freudlos wird ein Löffel nach dem anderen gedankenlos „hineingeschoben“. Besser für den Appetit sind Mahlzeiten, bei denen die Familie beisammen sitzt. Machen Sie Essen zu einem familiären Ritual! Beim Essen sollten Sie belehrende Worte und Zurechtweisungen vergessen.
Was der Bauer nicht kennt ...
Kinder haben beim Essen das am liebsten, was sie kennen. Neue Geschmacksrichtungen erleben Kinder viel intensiver als Erwachsene. Zwingen Sie Ihr Kind nicht, ein bestimmtes Gericht zu essen; bieten Sie ihm ruhig eine „Extrawurst“. Mit der Zeit entwickelt es auch Interesse an dem, was die anderen Familienmitglieder essen.
Selbst is(s)t der Mann
Beziehen Sie Ihre Kinder ein, denn sie sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Am Einkaufen und Zubereiten der Speisen beteiligt zu sein, ist für Kinder jeden Alters interessant und der erste Schritt in Richtung Ernährungserziehung.
Mit Liebe zum Detail
Für Kinder gilt ganz besonders: Das Auge isst mit. Sind die Zutaten farbenfroh und schön angerichtet, macht das Lust auf mehr.
Keine Chance für Gemüsemuffel
Gemüse sieht als Brei oder Mus oft langweilig aus. Kindern macht es Spaß, wenn es beim Reinbeißen kracht und knackt. Besonders beliebt sind Lebensmittel, die mit der Hand gegessen werden können: Karotten, Gurken etc. Geschnittene Rohkost, in einen Joghurt-Dip getaucht, wird einem gemischten Salat oft vorgezogen.
Nichts wie hinaus
Frische Luft fördert bekanntlich den Appetit. Ein Kind, das sich wenig im Freien aufhält und wenig bewegt, wird wesentlich weniger essen als ein körperlich aktives Kind.
Weniger ist mehr
Richten Sie lieber kleine, kindgerechte Portionen an, als sich über stehengelassenes Essen zu ärgern. Kinder können sich selbst bedienen. So lernen sie, den Hunger und die Portion abzuschätzen und entwickeln ein gesundes Sättigungsgefühl.
„Und wenn Du brav bist ...“
Vermeiden Sie, Ihr Kind mit bestimmten Nahrungsmitteln zu bestrafen oder zu belohnen. Wird ihm vorgelebt, dass Süßigkeiten etwas Besonderes sind, wird es umso häufiger danach verlangen. Ein natürlicher Umgang mit Süßigkeiten zeigt, wie es das Kind nachmachen soll.
Und letztendlich ...
Die (Ess)launen von Kindern sind für uns Erwachsene oft unverständlich. Seien Sie deshalb nicht besorgt. Wichtig ist, dass die Balance insgesamt, z. B. pro Woche, stimmt. Machen Sie keine Weltanschauung aus der gesunden Ernährung. Bewerten Sie einzelne Lebensmittel nicht über, sondern versuchen Sie gesunde Nahrungsmittel flexibel in den Speiseplan einzubauen.


